Die Partitur ist nur für die Musiker interessant, für die Zuhörer zählt der Genuss. Ähnlich beim Prozessmanagement: Die Abläufe interessieren die Kunden wenig, wichtig ist, dass ihr gewünschtes Produkt perfekt ist. Foto ©: stokkete / fotolia.de

Also – wie war das nochmal mit dem Vergleich der Orchesterpartitur und BPM, auf den ich mich immer wieder beziehe? Wo ist denn hier der Zusammenhang?

Ein Beethovenkonzert – von einem Orchester gut vorgespielt – ist für die meisten Zuhörer ein Genuss. Ein entsprechendes Notenbuch, die Partitur, wird wohl nur beim Musiker oder Dirigenten Begeisterung hervorrufen.

Genauso ist es beim Geschäftsprozess. Wenn die Buchung der Urlaubsreise funktioniert und die Bestätigung aufs Handy kommt, dann findet der Kunde die liefernde Firma richtig gut. Dagegen interessiert ihn das Ablaufdiagramm im Hintergrund eher weniger und Prozessdokumentationen schon gar nicht.

Prozessmanagement als Hausaufgaben im Unternehmen

Es gibt einfach für ein Unternehmen ,Hausaufgaben‘, die man im Hintergrund machen muss, um ein gleichbleibendes Ergebnis zu erzeugen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Im Jazz – bei kleinen Jazzformationen – wird Dank ,Genie‘ oder Übereinstimmung aufgrund langer Übung der beteiligten Musiker auf Noten verzichtet. In mittleren bis grösseren Unternehmen, sollte man die Ablauf-Dokumentation besser nicht den ,Genies‘ überlassen, sondern den Prozess dokumentieren. Wenn nicht, dann kann sich das rächen…