… ‚rund‘ muss es laufen!

Was haben die fünf oben abgebildeten Räder gemeinsam? Meine Antwort darauf: Alle sind mehr oder weniger rund. So weit so gut. Doch welches würden Sie wählen für eine Fahrt auf einer neuen Asphaltstraße? Mit dem Naturstein-Rad und den Nachfolgemodellen werden Sie wenig Freude haben … Übertragen auf das Prozessmanagement lautet die Frage: Was gehört eigentlich dazu, damit in Ihrem Unternehmen die aktuellen Prozesse ‚rund‘ laufen?

Heute gibt es eine Vielzahl von Modellen, die das Ziel haben, die Prozessqualität zu analysieren. Eines der bekanntesten darunter ist das Reifegradmodell nach Fischermanns. Dieses Modell habe ich hier für Sie vereinfacht. Drei Speichen stützen unser Prozess-Rad:

  1. Eine strategische Sicht auf die Prozesse
  2. Eine operative Sicht der Prozessgestaltung
  3. Eine kontinuierliche Weiter-Entwicklung
grafische Abbildung eines Prozess-Rads mit Strategischer Prozesssicht, Prozessgestaltung und Weiterentwicklung

Reifegradmodell mit dem Prozess-Rad: Je eine Speiche für Strategische Prozesssicht, Prozessgestaltung und Weiterentwicklung. Abbildung: © BPM Stephan Müller

 

Was kann Ihnen diese Abbildung im Bezug auf Ihr Unternehmen sagen?

Erstens: Der Startpunkt für ein gutes Prozessmanagement ist Ihre Unternehmensstrategie. Richten Sie Ihr Prozessmanagement an der Frage aus: Was genau sind Ihre strategischen Unternehmensziele und welchen Einfluss haben diese auf Ihre Prozesse? Wenn zum Beispiel Service-Qualität für Sie wichtig ist, dann sollten Sie dafür auch festlegen, wie diese gemessen wird.

Zweitens: Was nützt die beste Strategie, wenn Ihr Unternehmen nicht in ausreichendem Maße in der Lage ist, diese Strategie im Tagesgeschäft umzusetzen? Analysieren Sie deshalb die operativen Prozesse, damit definierte Routinen auch funktionieren: Wird die Service-Qualität durchgängig gemessen oder nur in Einzelfällen? Was hindert die Mitarbeiter daran, Service-Qualität zu dokumentieren?

Und drittens: Sie werden gut daran tun, Ihre Unternehmensprozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln, damit durch die richtigen Innovationen die Prozesse an veränderte Markterfordernisse angepasst werden. Um bei dem Beispiel zu bleiben, werden neue Produkte auch eine Anpassung der Serviceleistungen mit sich bringen.

Nutzen Sie bereits dieses Werkzeug, das wir Prozessmanager die ‚Reifegradanalyse‘ nennen? Oder um auf mein gewähltes Bild zurückzukommen: Eine regelmäßige Überprüfung und Wartung schaden nicht. Aber Sie müssen das ‚Rad nicht immer neu erfinden‘, damit es ‚rund‘ läuft.

P.S.: Sie können sich das ‚Rad‘ in der Abbildung auch als ‚Torte‘ vorstellen und die Prozess-Analyse als das ‚Essen dieser Torte‘. Meine Empfehlung für Sie ist: Suchen Sie sich lieber ein Stück Ihrer Wunschgröße heraus, sonst könnte Ihnen die Torte schwer im Magen liegen — oder sorgen Sie für ausreichende Unterstützung, ich helfe Ihnen gerne! Lassen Sie uns die Stabilität Ihrer Prozesse gemeinsam anhand dieser Struktur analysieren.